Laborwerte liefern Daten – dein Körper liefert die Richtung. Warum Symptome, Verlauf und Wahrnehmung oft mehr über Darmgesundheit, Ernährung und Wohlbefinden sagen als einzelne Zahlen, erkläre ich in diesem Beitrag.
Viele meiner Patientinnen und Patienten kommen mit einem relativ großen Paket an Symptomen zu mir – und genau hier beginnt die wichtigste Aufgabe: Ordnung schaffen, Klarheit gewinnen und das Selbstmanagement ihrer Gesundheit stärken.
Der Zusammenhang zwischen Nase und Darm wird oft übersehen, obwohl er für viele Beschwerden eine Rolle spielen kann. Viele Menschen denken bei Verdauungsproblemen zunächst an Ernährung oder Stress. Weniger bekannt ist jedoch, dass auch die Atmung – und speziell die Nasenatmung – eng mit der Darmgesundheit verbunden ist. Neuere Beobachtungen zeigen: Zwischen Nase und Darm gibt es ein bidirektionales System, das in beide Richtungen wirkt.
Ernährung war für mich früher kein großes Thema – Fast Food, unregelmäßiges Essen und ein hektischer Alltag standen im Vordergrund. Als Studentin habe ich es mir mit der Ausrede leicht gemacht: „Studenten ernähren sich eben ungesund.“ Tatsächlich aber steckte mehr dahinter. Ich hatte Schwierigkeiten, mir selbst genug Wertschätzung zu geben und nahm mir kaum Zeit für meine Gesundheit.
Die Antwort ist: Ja, unser Darm und insbesondere das Mikrobiom, das sich darin befindet, können einen signifikanten Einfluss auf unsere psychische Gesundheit haben. Diese Verbindung wird oft als "Darm-Hirn-Achse" bezeichnet, ein bidirektionales Kommunikationssystem zwischen dem zentralen Nervensystem (einschließlich des Gehirns) und dem enterischen Nervensystem (dem Nervensystem des Darms).
Hier sind einige der Mechanismen, durch die das Mikrobiom die psychische Gesundheit beeinflussen kann.
Morgen am Neujahrestag ist es wieder soweit. Ich gehe Eisbaden. Wie letztes Jahr, werde ich warmen Tee, eine Yogamatte und Badesachen dabei haben. Um nicht zu hyperventilieren, wenn ich in das 8 Grad kalte Wasser eintauche, mache ich vorher eine Atemübung. 30 mal ganz tief ein und ausatmen, dann so lange ich kann die Luft anhalten und das 3 x hintereinander. Die Übung aktiviert den Vagusnerv, der in Ruhephasen zum Einsatz kommt.
Kürzlich hielt ich einen Vortrag über die Anregung unserer Selbstheilungskräfte. Zum Einstieg behauptete ich, dass man durch ein positives Mindset, genügend Schlaf, soziale Kontakte, gesunde Ernährung und dem Zugang zum eigenen Körpergefühl, Einfluss auf den eigenen Heilungsprozess nehmen.
Jeder Tag beginnt mit einer Wahl. Jeden Tag können wir uns gegen alte Muster neu entscheiden. Gehe ich den Weg, den ich jeden morgen laufe oder entscheide ich mich früher aufzustehen und gehe einen anderen Weg, einen längeren. Greife ich, wie immer zur Zigarette oder entscheide ich mich bewusst dagegen.
In unseren Zellen laufen pro Sekunde millionenfach Stoffwechselreaktionen ab. Eine Reaktion darunter ist die sogenannte Methylierung, die von Mikro- und Makronährstoffen abhängig ist.
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