Viele Patientinnen und Patienten kommen zu mir mit einem ganzen Paket an Symptomen – und noch mehr Fragen. Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit, Erschöpfung, Hautreaktionen wie Stomatitis oder Dermatitis, Endometriose, Allergien oder Pseudoallergien – die Vielfalt ist groß.
Nicht selten bringen sie bereits eine Sammlung an Befunden mit: Laborwerte, Arztberichte, unterschiedliche Diagnosen und Vermutungen. Auf den ersten Blick wirkt das wie ein Puzzle, bei dem die Teile nicht zusammenpassen wollen. Der rote Faden fehlt.
Genau hier beginnt meine Arbeit. Meine Aufgabe ist es nicht, sofort eine „exotische Ursache“ auszurufen oder in jedem Symptom nur eine einzige Erklärung zu sehen. Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, Ordnung in das vorhandene Chaos zu bringen.
Das bedeutet für unsere gemeinsamen Termine:
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Ich nehme mir Zeit, die vorliegenden Befunde gründlich zu analysieren.
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Ich schaue, was bereits untersucht wurde, was Sinn macht zu vertiefen und wo eventuell noch einmal genauer hingeschaut werden sollte.
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Ich ergänze diese Basis durch meine eigenen diagnostischen Verfahren.
- Und wende Methoden an, um das Selbstmanagement der Patientinnen und Patienten zu stärken.
Am Ende entsteht kein Sammelsurium an Theorien, sondern ein gemeinsam entwickelter und klarer Fahrplan.
Dieser Fahrplan zeigt verständlich, wo wir stehen, welche nächsten Schritte sinnvoll sind und welche Ansätze man bereits parallel ausprobieren kann.
Für mich ist wichtig: nicht den Blick fürs Ganze zu verlieren. Symptome sind oft miteinander verknüpft. Nur wenn wir sie im Zusammenhang betrachten, entsteht ein Bild, das Patientinnen und Patienten wirklich weiterhilft – und nicht noch mehr Verwirrung schafft.




