Der Grund, die Mastzellen sind zu sensibel, reagieren auf die kleinsten Reize, platzen und schütten Unmengen Histamin aus, das wiederum nicht genügend abgebaut werden kann. Entweder weil nicht genügend DAO, ein Enzym, das in der Darmschleimhaut gebildet wird vorhanden ist, oder weil man zu viel Histamin von außen zuführt oder weil ein Floraungleichgewicht im Darm herrscht. Es gibt nämlich Darmbakterien, die mehr Histamin produzieren als andere, was übrigens auch der Grund dafür ist, dass man kein aufgewärmtes Essen essen sollte, neigt man zu Histaminunverträglichkeit. Das liegt ebenfalls an histaminproduzierenden Bakterien, die gerne bei Zimmertemperatur anfangen das Essen zu zersetzen.
Und woher weißt du, ob du daran leidest?
Man kann diverse Parameter im Stuhl und Blut untersuchen. Beispielsweise liegt denn genügend DAO vor? Bzw. ist die Darmschleimhaut intakt und kann dadurch genügend DAO produzieren? Was machen außerdem die histaminproduzierenden Bakterien im Darm? Sind sie in der Überzahl?Wie steht es zudem um die Tryptase, einem Enzym, das von Mastzellen bei ihrer Aktivierung freigesetzt wird.
Was wenn die Werte positiv sind?
Die komplette Therapie ist sehr individuell, deshalb ist die Liste nicht erschöpfend. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Darm aufgebaut wird. Und zwar nach einer sorgfältigen Vorgehensweise, nicht einfach wild drauf los und Lactobazillen kaufen. Das funktioniert nicht. Dann sollte auf jeden Fall mal eine zeitlang auf sehr histaminhaltige Nahrung verzichtet werden. Es gibt viele gute Rezepte bei den Ernährungsdocs zu dem Beschwerdebild. Unterstützend gibt es noch einige Nährstoffe, die Histamin unterbinden und die DAO fördern.
Duftstoffe und Polyethylen sollten auch vermieden werden, denn sie sind allergieauslösend und leider in fast allen Kosmetika. Naturkosmetika ist nicht so stark davon belastet. Schau dir am besten die Inhaltsstoffe vorher an.



