Ich sehe in meiner Praxis oft Mütter – erschöpft, überlastet, manchmal regelrecht leer.
Was sie alle verbindet: ein tiefes Verantwortungsgefühl, oft ein hoher Anspruch an sich selbst – und gleichzeitig eine Entfremdung vom eigenen Körper und der Bedeutung von Frauengesundheit.
Nicht selten erzählen sie mir, dass sie sich „irgendwie nicht mehr spüren“. Manche konnten das auch schon vor der Schwangerschaft nur schwer – und durch die enorme körperliche und emotionale Leistung des Mutterseins ist dieses Gefühl noch diffuser geworden.
Sie funktionieren. Tag für Tag. Und irgendwann meldet sich der Körper – nicht laut, aber beständig:
-
Erschöpfung trotz Schlaf
-
Antriebslosigkeit, Gereiztheit
-
Magen-Darm-Probleme
-
Infektanfälligkeit
-
Zyklusunregelmäßigkeiten
-
Haarausfall oder Gewichtsschwankungen
Die Diagnosen? Manchmal Burnout. Manchmal eine beginnende Nebennierenrindenschwäche, infolge von dauerhaft erhöhtem Cortisol. Fast immer auch: eine gestörte Darmflora (Dysbiose), ein Nährstoffmangel – sei es an Eisen, Zink, B-Vitaminen, Magnesium oder Omega-3-Fettsäuren.
Das sind keine „Luxusprobleme“.
Das sind stille SOS-Rufe eines Systems, das lange mitgemacht hat – und jetzt nicht mehr kann.
Was hilft?
Geduld. Und die Bereitschaft, sich selbst wieder als gleichwertig zu betrachten – nicht nach den Kindern, nicht wenn alles erledigt ist, sondern jetzt.
Das bedeutet nicht: egoistisch sein. Es bedeutet: sich erinnern, dass auch Mütter Körper haben. Und Bedürfnisse.
In meiner Praxis begleite ich diesen Prozess gerne:
-
mit Laboranalysen (z. B. Blut oder Mikrobiom)
-
mit einem Blick auf hormonelle Balance
-
mit Beratung rund um Ernährung, Nährstoffstatus und Selbstfürsorge
-
und vor allem: mit Raum für das, was in der Schulmedizin oft keinen Platz hat – das leise Körpergefühl, die unhörbare Müdigkeit, die diffusen „Ich weiß nicht, was los ist“-Momente.
Natürlich kann und darf ich keine Heilversprechen machen. Aber ich kann Impulse geben, Zusammenhänge erklären – und dabei unterstützen, wieder in Verbindung mit dem eigenen System zu kommen.
Mamas brauchen keine Superkräfte.
Sie brauchen Unterstützung, Verständnis – und manchmal fünf Minuten nur für sich.
Und deshalb:
May the Pause be with you.
Nicht nur heute, sondern an jedem einzelnen Tag.




