FODMAP, Low Carb und Ketogene Ernährung: Ein Vergleich

Drei beliebte Ernährungsformen, die Kohlenhydrate einschränken, sind die FODMAP-Diät, die Low Carb-Ernährung und die ketogene Ernährung. Doch obwohl sie Ähnlichkeiten aufweisen, verfolgen sie unterschiedliche Ansätze und Ziele.

Heilpraktiker Frankfurt Christine Sauer

Christine Sauer

Heilpraktikerin

FODMAP-Diät
Die FODMAP-Diät richtet sich an Menschen mit Verdauungsproblemen wie dem Reizdarmsyndrom. Hierbei werden schwer verdauliche Kohlenhydrate, die Fermentierbaren Oligo-, Di-, Monosaccharide und Polyole (kurz: FODMAPs), weggelassen. Neben Zuckerarten werden auch Lebensmittel wie Hülsenfrüchte vermieden, die Oligosaccharide enthalten und oft Blähungen und Unwohlsein verursachen. Obwohl die FODMAP-Diät kohlenhydratarm ist, liegt der Fokus eher auf der Vermeidung bestimmter, schwer verdaulicher Kohlenhydrate.

Low Carb
Bei einer Low Carb-Ernährung werden allgemein Kohlenhydrate reduziert und der Konsum von Proteinen und gesunden Fetten erhöht. Der Körper bezieht seine Energie hauptsächlich aus Fetten und Proteinen statt aus Kohlenhydraten. Diese Ernährungsweise ist vielseitiger als die FODMAP-Diät, da hier nicht auf bestimmte Lebensmittelgruppen wie Hülsenfrüchte geachtet werden muss.

Ketogene Ernährung
Die ketogene Ernährung geht noch einen Schritt weiter und reduziert Kohlenhydrate nahezu vollständig. Der Fokus liegt darauf, den Körper in einen Zustand der Ketose zu versetzen, bei dem er seine Energie fast ausschließlich aus Fetten zieht. Dies bedeutet, dass sogar kohlenhydratarmes Gemüse sowie viele Nüsse eingeschränkt werden, während Butter, Fleisch und andere fettreiche Nahrungsmittel bevorzugt werden.

Die ketogene Ernährung kann effektiv beim Abnehmen und bei bestimmten Gesundheitszuständen, wie Epilepsie, sein. Allerdings birgt sie auch einige Risiken, die beachtet werden sollten.

Da die ketogene Ernährung extrem kohlenhydratarm und sehr fettreich ist, sollten die Blutfettwerte genau beobachtet werden. Ein erhöhter Konsum von gesättigten Fetten aus tierischen Produkten wie Butter und Fleisch kann bei manchen Menschen zu einer Erhöhung des LDL-Cholesterins („schlechtes“ Cholesterin) und der Triglyceride führen. Dies erhöht langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zudem kann die ketogene Ernährung zu Nährstoffmängeln führen, da bestimmte Obst- und Gemüsesorten gemieden werden. Auch Verdauungsprobleme wie Verstopfung sind möglich, da Ballaststoffe in der ketogenen Diät oft zu kurz kommen.

Zusammengefasst: Während bei der FODMAP-Diät schwer verdauliche Kohlenhydrate im Fokus stehen, reduziert die Low Carb-Ernährung generell Kohlenhydrate zugunsten von Proteinen und Fetten. Die ketogene Ernährung hingegen minimiert Kohlenhydrate nahezu vollständig, um den Körper in einen Fettstoffwechsel zu versetzen.

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