Bei der Mitochondriopathie handelt es sich um eine Gruppe von Störungen, die die Mitochondrien, die Energiekraftwerke unserer Zellen, betreffen. Obwohl diese winzigen Zellorganellen oft übersehen werden, spielen sie eine entscheidende Rolle in unserem Körper, indem sie die Energie für lebenswichtige Prozesse produzieren. Mitochondriopathien können daher schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit haben und verschiedene Organsysteme betreffen.
Wenn Defekte, durch beispielsweise Covid-19 ausgelöst, in der mitochondrialen DNA auftreten, können die Mitochondrien in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, was zu einem Mangel an Energie führt. Dieser Energiemangel kann verschiedene Gewebe und Organe beeinträchtigen, wie das Gehirn, die Muskeln, das Herzens und die Leber. Dabei spielen die beiden Moleküle ATP und NADH eine entscheidende Rolle. Sie dienen als Hauptenergieträger der Zellen und der Zellatmung.
In der Naturheilkunde gibt es diverse Parameter im Blut zur Diagnostik einer Mitochondriopathie. Man misst u.A.
- den oxidativen Stress durch Laktatwerte
- die ATP-Produktion selbst, das Co-Enzym Q10, das eine wichtige Rolle in der ATP-Produktion übernimmt
- den Antioxidatienstatus durch beispielsweise Glutathion, einem körpereigenen Antioxidans
- und der Methylmalonsäure.
Die Methylmalonsäure gibt bei erhöhter Konzentration im Blut einen Hinweis auf einen gestörten Energiestoffwechsel in den Mitochondrien und zeigt einen unmittelbaren Zusammenhang zum Vitamin B12. Liegt ein B12 Mangel vor, kann dies den Umwandlungsprozess von Methylmalon zu Succinyl-CoA hemmen, der ein entscheidenden Schritt im Zitronensäurezyklus darstellt.
Der Zitronensäurezyklus findet in den Mitochondrien der Zellen statt und ist entscheidend für die Bereitstellung von energiereichen Molekülen, die dann in der oxidativen Phosphorylierung zur ATP-Produktion verwendet werden.
Therapiert wird die Mitochrondriopathie mit Nährstoffen, um den Energiestoffwechsel wieder anzuregen. Auf lange Sicht muss jedoch eine Lebensumstellung stattfinden. Genügend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung, weniger Alltagsstress und viel Bewegung sind wichtig für den menschlichen Energiehaushalt.


