Prokrastination überwinden: Innere Muster erkennen
Aufschieberitis, auch Prokrastination genannt, ist ein Symptom. Es zeigt, dass unser Inneres uns etwas mitteilen will. Vielleicht brauchen wir kleinere Etappen, mehr Klarheit oder die Erlaubnis, nicht alles sofort perfekt machen zu müssen.
Wer seine Muster erkennt, kann liebevoller mit sich selbst umgehen. Anstatt sich Vorwürfe zu machen, geht es darum, sich zu fragen: Was brauche ich gerade wirklich?
Aufschieberitis ist selten Faulheit
Menschen, die Aufgaben aufschieben, haben meist innere Gründe dafür. Manche haben einen sehr hohen Anspruch an sich selbst und schieben auf, weil sie das Gefühl haben, noch nicht perfekt vorbereitet zu sein. Andere haben Angst vor Fehlern oder davor, zu versagen. Wieder andere sind erschöpft und spüren unbewusst, dass ihnen gerade die Energie fehlt.
Aufschieben ist also selten ein Zeichen von Bequemlichkeit – sondern oft ein Hinweis auf Bedürfnisse, die Beachtung verdienen.
Selbstwirksamkeit stärken statt blockieren
Wenn wir das Aufschieben nur als Schwäche betrachten, verurteilen wir uns selbst. Wenn wir es jedoch als Hinweis verstehen, gewinnen wir Klarheit. Dann kann Aufschieberitis sogar zu einem Signal werden, das uns hilft, neue Wege zu finden. Kleine Schritte, realistische Ziele und die Erlaubnis, Fehler zu machen, sind oft die Schlüssel, um wieder in die Handlung zu kommen.
Fazit
„Morgen, morgen, nur nicht heute“ beschreibt nicht Faulheit, sondern oft den Versuch, mit innerem Druck und hohen Erwartungen umzugehen. Wer seine Muster versteht, stärkt die eigene Selbstwirksamkeit – und findet den Mut, heute den ersten Schritt zu gehen.
FAQ: Aufschieberitis und Prokrastination
Warum schiebe ich immer wieder Dinge auf?
Häufig steckt ein inneres Bedürfnis dahinter – Perfektionismus, Angst vor Fehlern oder Erschöpfung.
Ist Aufschieberitis Faulheit?
Nein. In den meisten Fällen ist Prokrastination kein Zeichen von Faulheit, sondern ein Hinweis auf innere Blockaden.
Wie kann ich Aufschieberitis überwinden?
Hilfreich sind kleine Schritte, realistische Ziele, eine gute Selbstorganisation und Selbstmitgefühl. Auch Unterstützung durch Coaching oder therapeutische Begleitung kann wertvoll sein. Hier kann ich für den Anfang den Podcast von Stefanie Stahl und Lukas Klaschinski empfehlen.
Wie hilft Selbstwirksamkeit gegen Aufschieberitis?
Wer erlebt, dass er handlungsfähig ist, stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dadurch wird das Aufschieben seltener, weil die Angst vor Versagen geringer wird.


