Darmgesundheit

So erkennst du, was du verträgst

Das 4 bis 6 Wochen-Programm

Heilpraktiker Frankfurt Christine Sauer

Christine Sauer

Heilpraktikerin

Die Suche nach der richtigen Ernährung kann sehr langwierig sein. Oft versuchen die Leidenden krampfhaft herauszufinden, was sie denn nun essen können und kommen zu dem Entschluss: Egal was ich esse, ich vertrage gar nichts. 

Da kann ich euch beruhigen. Das ist nicht so! Manchmal dauert es nur einige Zeit, bis sich der Organismus umgestellt hat und das, was gut für ihn ist auch wirklich vertragen wird. Wenn du mal eine ganze Zeit lang nur leicht verträgliche Dinge isst und dann langsam anfängst schwer Verdauliches hinzuzuaddieren, findest du heraus, was geht und was nicht. Wie du dabei vorgehst findest du in den folgenden Postings heraus. Wir starten mit dem, was im kommenden Monat passieren sollte.

Ab der ersten Woche und die darauffolgenden vier Wochen isst du am besten nur reizarme Lebensmittel. Lebensmittel, die Zucker– oder Zuckeraustauschstoffe beinhalten, glutenhaltige Produkte oder tierische Fette solltest du meiden. Dazu gehören leider auch Milchprodukte und Alkohol. Erlaubt sind dagegen glutenfreie Produkte, wie Hirse, Mais, Reis und gedünsteter Fisch, gelegentlich Geflügel, Kartoffeln und Gemüsesorten, wie Pastinaken, Schwarzwurzel, Zuckermais oder Zucchini. Die Zeit ist scheiße, man kann es nicht anders sagen, aber es kann sich wirklich lohnen.

Nach den vier Wochen mit nur sehr reizarmen Lebensmitteln, folgt die Aufbauphase von etwa einer Woche. Jetzt kannst du kontinuierlich weitere Produkte hinzugefügen. Auf Rohkost und auf das meiste Obst solltest du dennoch weiterhin verzichten, da einiges davon schwer verdaulich ist und blähend wirkt. Das Gemüserepertoire kann aber um weitere Produkte, wie Endiviensalat, Feldsalat, Gurke, Spinat oder Mangold ergänzt werden.

Nach dem Trial and Error-Prinzip, ist es ratsam ein Ernährungs- und Symptomtagebuch zu führen, denn eine Besserung kann Monate in Anspruch nehmen. Eine Orientierungshilfe bietet auch die FODMAP-Diät. Post dazu kannst du auf meinem Instagram-Kanal finden.

Das Klebeeiweiß Gluten solltest du nach der Aufbauphase weiterhin meiden, um einer eventuellen Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität vorzubeugen bzw. auszuschließen. Zudem solltest du so natürlich wie möglich, ohne künstliche Zusatzstoffe essen. Ratsam ist dabei eine Lebensmitteltemperatur von 37°. Am besten nimmst du dazu die Lebensmittel zwei Stunden vorher aus dem Kühlschrank und isst des Öfteren Brühen und Eintöpfe.

Nach der Aufbauphase kannst du als nächstes für eine weitere Woche säurearme Obstsorten, Nüsse, Samen, Gewürze und etwas Käse hinzugefügen. Der Stuhlgang sollte nach der Bristol Skala überwacht werden. So kann man Rückschlüsse auf nicht aufgeschlossene Lebensmittel führen.

Rohkost könnt ihr nach dieser nächsten Phase jetzt in Maßen essen. Es ist aber ratsam diese, sowie Salate, rohes Obst oder Gemüse nicht am Abend zu essen. Verdauungsfördernde Gewürze, wie Fenchel, Kümmel, Anis, Ingwer, Melisse, Kreuzkümmel und Zimt und bitterhaltige Stoffe, wie Löwenzahn, Artischocke, Schafgarbe, Wermut, Salbei, Enzian und Tausendgüldenkraut können unterstützen. Gut kauen und in Ruhe zu essen ist dabei ebenso wichtig, wie während des Essens nur wenig zu trinken, um den Magensaft nicht zu verflüssigen.

Bewegung, Yoga, Entspannungsübungen, sowie eine Trinkkur aus 0,5 TL Flohsamen und Leinsamen, 1 Messerspitze Fenchelsamen und 0,5 TL Laktobazillen 30 Minuten vor den Mahlzeiten eingenommen, können zusätzliche Dienste leisten.

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